Markus Fricker

Reise der Lesegruppe "Auf den Spuren der Walser im Berner Oberland" 4./5.9.18

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Ende des letzten Jahres besprachen wir in der Lesegruppe den Roman der Historikerin und Journalistin Therese Bichsel "Die Walserin". In einer Rahmengeschichte rund um die Berichte über die Auswanderungen der Abkömmlinge der Walserfamilie Ammeter in den Kaukasus und nach Kanada erzählt sie vom Schicksal der Barbara, welche im 13. Jahrhundert mit einer Gruppe von Lötschentalern zu Fuss über die schnee- und eisbedeckten Alpen ins Lauterbrunnental ausgewandert war.
Annemarie Schläpfer
Armut und Naturkatastrophen hatten die Menschen aus dem Wallis zu dieser strapaziösen Wanderung auf die andere Seite der hohen Berge getrieben. Sie hatten sich hoch über Stechelberg nieder gelassen und den Weiler Ammerten gegründet, der heute auf der Landkarte verschwunden ist.
Diesen Spuren, die heute grossenteils verwischt sind, die aber Therese Bichsel so spannend wieder aufleben lässt, folgten wir an den beiden schönsten Tagen der vergangenen Woche. Zug und Postauto führten uns am ersten Tag nach Wilderswil
und zur romanischen Kirche „Gsteig“, in die Bichsels Auswanderer jeweils den langen Fussmarsch in den Sonntags - Gottesdienst unternommen hatten. Wir Frauen des 21. Jahrhunderts machten es uns bequemer. Wir fuhren anschliessend mit der Berner Oberland Bahn nach Lauterbrunnen und mit dem Postauto auf die Grütschalp
und wanderten auf dem aussichtsreichen Höhenweg mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau auf die Winteregg. Eine letzte Zugsfahrt brachte uns nach Mürren, wo wir nach einem gediegenen Nachtessen im Hotel Alpenruh das Schlafquartier bezogen.
Am zweiten, ebenso strahlenden Tag, wanderten wir hinunter nach Gimmelwald, das wie Mürren eine Walser Siedelung ist, und fuhren dann mit der Luftseilbahn nach Stechelberg hinunter. Eine letzte, eindrückliche Attraktion vor der Heimreise ins Fricktal waren die tosenden Trümmelbach-Fälle, die im Berginnern die riesigen Gletscherwände von Eiger, Mönch und Jungfrau entwässern.
Bereitgestellt: 09.09.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch