Markus Fricker

Verabschiedung von Pfarrerin Verena Salvisberg

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Am letzten Novembersonntag hat die reformierte Kirchgemeinde Frick unter grosser Beteiligung Abschied genommen von ihrer beliebten Pfarrerin, Verena Salvisberg, die bereits anfangs Dezember ihre neue Pfarrstelle in Roggwil, Kanton Bern antreten wird.
Annemarie Schläpfer
FRICK. Mit den Worten „Friede sei mit euch“ oder „Shalom“, in der hebräischen Sprache, begrüsste Pfarrerin Verena Salvisberg die Gottesdienstbesucher, die so zahlreich erschienen waren, dass die zu spät gekommenen auf der Bühne mit Videoübertragung der Feier beiwohnen mussten.
Dieses Begrüssungswort, das Jesus in der Zeit nach Ostern an seine Jünger gerichtet hatte, war sinnvoll nach der turbulenten Zeit und im Hinblick auf einen guten Neuanfang der reformierten Kirchgemeinde. Auf diese vergangene Zeit, die Sorgen und Ängste, die Fragen und wohl auch auf die Enttäuschung und das Bedauern der Kirchgemeindeglieder, die sich nach Verena Salvisbergs Rücktrittserklärung im vergangenen Sommer angestaut hatten, nahm der Predigttext aus Johannes, Kapitel 20, Bezug. Das Kapitel, das den Unglauben des Jüngers Thomas zum Inhalt hat, der das Erscheinen Jesus’ nach dessen Tod bezweifelte und der sichtbare Beweise von den Wunden nach der Kreuzigung haben wollte. Die drei Frauen, Johanna Berger, Bettina Roth und Christine Holliger drückten als „Jünger und Jüngerinnen Jesus’ “ mit ihren Beiträgen Trauer und eigenes Versagen am Schicksal des Gekreuzigten und Unglauben an seiner Wiederauferstehung aus, Schliesslich sah Verena Salvisberg in ihrer Predigtauslegung des Textes Hoffnung auf Überwindung aller Verletzungen und Ängste.
Kurator, Markus Fricker, nahm den Wunsch von Verena Salvisberg ernst, nicht eine Liste ihrer Leistungen und Verdienste aufzuzählen. Er machte deutlich, dass Verena Salvisberg das Wort von Martin Luther "sola gratia" entspricht. Allein durch die Gnade Gottes werden unsere Taten und Leistungen wertvoll. Er dankte Verena Salvisberg im Namen der Kirchgemeinde für alles, was sie in den fünfeinhalb Jahren ihres Wirkens in Frick an Gutem gewirkt hatte – eine Zeit, die – wie er sagte – für viele viel zu kurz war.
Dekanin Christine Straberg löste Pfarrerin Salvisberg aus ihren Amtspflichten und dankte ihr ebenso, wie die frühere Sigristin Susanne Martin, die im Namen aller Mitarbeitenden Verena ihren Dank aussprach.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch zwei Beiträge des Chors SMW aus seinem neuesten Projekt, Verdis „Nabucco*, und durch Johannes Fankhausers virtuoses Orgelspiel.

Die feierliche Verabschiedung im Kirchgemeindesaal
Anschliessend an den Gottesdienst drückten einzelne Gruppen beim Apéro mit ihren Beiträgen den Dank an die scheidende Pfarrerin aus, allen voran der singende „Amsel-Drossel-Chor“ aus Laufenburg in lustigen Verkleidungen. Das „Bernerchörli“, das seine wöchentlichen Proben im Kirchgemeindesaal abhalten darf, und die Kinder vom Frühlingslager und vom Krippenspiel dankten mit einigen Liedern. Auf der Blockflöte von seiner Mutter begleitet trug Verenas Patenkind ein hübsches Musikstück auf der Violine vor. Markus Fricker bedankte sich bei Verenas ganzer Familie für ihre immer tatkräftige Unterstützung. Die Katechetinnen brachten Geschenke und schliesslich übergaben Sigrist Martin Amsler und Sekretärin Yvonne Müller ihr einen riesengrossen Heimweh-Barometer, dessen Masse den baumlangen Sigristen um einiges überragte.

Bereitgestellt: 28.11.2018     Besuche: 141 Monat 
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