Yvonne Müller-Aerni

Konfirmation 5. Mai 2019

_DONunTg_jpeg<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-frick.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>19</div><div class='bid' style='display:none;'>3736</div><div class='usr' style='display:none;'>9</div>

Liebe Mitglieder der Kirchgemeinde Frick,

am 5.5. war es für 7 Jugendliche so weit: Sie wurden in einem feierlichen Gottesdienst konfirmiert. Wir feierten die Konfirmation als Erinnerung an die Taufe, die Taufpaten haben für die Jugendlichen die Taufkerze angezündet. Die Jugendlichen wurden gesegnet und für ihren zukünftigen Weg gestärkt. «Lebendig» war das Thema, mit dem wir den Gottesdienst gefeiert haben. Als biblischen Predigttext hörten die Mitfeiernden Mt 6, 25-33. Es folgen nun dazu ein paar Gedanken aus der Predigt:
«Lebendig fühlen wir uns, wenn wir spüren: ich bin so akzeptiert, wie ich bin. Ich werde geliebt und geachtet, ich bin angenommen und werde geschätzt. Es ist eine Grunderfahrung des Menschen. Schon das kleine Baby braucht den liebenden Blick der Eltern, um gesund aufwachsen zu können. Es muss spüren: ich werde geliebt. So erfährt das Kind ein Grundvertrauen, das es zum Leben braucht. Auch Gott schaut uns an. Er schaut uns an mit Liebe. Er beschönigt nicht unsere Fehler, aber jeder Mensch ist sein Geschöpf und ist von ihm gewollt. Wir alle haben von Gott her eine Würde, die uns nicht genommen werden kann. Gottes Blick auf uns, auch das kann uns lebendig machen.

«Sorgt euch nicht um euer Leben.» (Mt 6,25) Wir sollen uns nicht sorgen. Ich denke, Jesus meint damit: wir sollen uns nicht gefangen nehmen lassen von falschen Sorgen, wir sollen nicht Angst haben, nicht unfrei sein von zu vielen Gedanken und Gefühlen. Dieses Sorgen dürfen wir Beiseite lassen, denn Gott hat uns geschaffen und sorgt für uns. Er sorgt für unser Leben und alles, was wir brauchen. Darauf können wir vertrauen. In diesem Sinne möchte Jesus uns hier auffordern, den Glauben an Gott einzuüben, den Glauben und das Vertrauen, dass Gott uns hilft und nicht alleine lässt.

Doch natürlich heisst das nicht, wir sollen einfach vor uns her leben, Dolce-far-niente, die Beine hochlagern und warten, bis uns das Essen in den Mund fliegt.
Sorgen im guten Sinne heisst, sorgfältig mit uns und den Anderen umgehen, Sorge tragen, Verantwortung tragen.
Ihr Jugendlichen werdet nun langsam erwachsen und das heisst auch, ihr werdet mehr und mehr Verantwortung übernehmen, für Euch selber, für andere Menschen, für unsere Umwelt. Von dieser Verantwortung möchte uns Jesus nicht entlasten.

Gott sorgt für uns, so Jesus, wir dafür aber sollen uns für Gottes Sache sorgen, uns für sein Reich einsetzen. «Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit», dann, so Jesus, werdet ihr auch alles andere erhalten. Gott sorgt für uns, er stellt uns sozusagen frei, damit wir die Kraft haben, uns nach dem Reich Gottes auszurichten. Gott gibt uns Leben, von seiner Lebenskraft, er sorgt für uns, damit wir uns um Gerechtigkeit und Frieden kümmern.
Und je älter wir werden, desto mehr spüren wir: es ist genau das, was uns lebendig macht: wenn wir spüren, unser Leben ist nicht umsonst, unser Leben macht Sinn, unser Leben ist ein kleiner Mosaikstein in einem grossen Bild. Wir fühlen uns lebendig, wenn wir auch für Andere leben.»

Ich wünsche den Konfirmandinnen und Konfirmanden viel Freude und gute Entscheidungen bei den nächsten Schritten. Ich wünsche ihnen auf ihrem weiteren Weg alles Gute und Gottes Segen.

Vikarin Rahel Walker Fröhlich
Bereitgestellt: 10.05.2019     Besuche: 3 heute, 91 Monat 
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