Yvonne Müller-Aerni

Buebetag, Samstag, 21. September 2019

Bubentag   <div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-frick.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>19</div><div class='bid' style='display:none;'>4104</div><div class='usr' style='display:none;'>9</div>

Die Suche nach Spuren des Huldrych Zwingli in Zürich

Vorab auf einem Faltvelo ein Hirte der Reformierten Kirche, ein Kenner der Geschichte Zwinglis und ein Insider der Stadt und der Sprache Zürichs. Dahinter 13 übermütige Buben mit wissensdurstigen und aufgeweckten Köpfen. Am Schluss ein alter Kirchenpfleger in der Rolle des Hirtenhundes.
Der Hirte litt an einer verletzten Achillesferse und verspürte oft in seinem Gesicht ablesbare Schmerzen, doch mit dem Fahrrad konnte er seine Schäfchen an die richtigen Orte führen und der Hirtenhund konnte im Tempo noch knapp mithalten...

Der kleine Tross bewegte sich vom Bahnhof Stadelhofen zum Sächsilüüteplatz, dann der Limmat entlang zur Wasserkirche und in die Bibliothek. Es wurde spannend, denn nun wurde die Gruppe durch einen Bücherexperten (nicht zu verwechseln mit dem Bücherwurm, den es tatsächlich gibt oder mal gab und der sich durch dickste Wälzer hindurchgefressen hatte) mit originalen Schriften und Büchern Huldrich Zwinglis vertraut gemacht. Selbst Buben im Jahr 2019 waren fasziniert von dieser analogen Welt der Handschriften und des frühen Buchdrucks. Ihre kleinen Hände blätterten vorsichtig und gefühlvoll in den Jahrhunderte alten Papieren. Die meistgestellten Fragen der jungen Herren betrafen den «Wert» der Bücher, die möglichen «Verkaufspreise».

Zur Stillung des Mittaghungers führte der Hirte die Schar ins Cafe Yucca an der Häringstrasse. Erst war die Begeisterung unter den Teilnehmern nicht gross, als sie erfuhren, dass in diesem Lokal alle Armen, Arbeitslosen, Ausgegrenzten und Obdachlosen gratis essen dürfen. Die Skepsis wich aber sehr schnell den Begegnungen mit den Menschen im Lokal und bald wurden auch Sympathien wach: irgendwo müssen alle Menschen doch etwas essen können. Es gab eine gute Suppe, Wurst und Brot.

Der Nachmittag gehörte vor allem dem Grossmünster und seinen zugehörigen Gebäuden. Im Kreuzgang forderte der Hirte seinen Schäfchen jedoch alles ab: In kleinen Gruppen hatten sie anspruchsvolle Zwinglizitate in der Originalform zu lesen und ausführlich zu interpretieren. Auch diese schwierige Aufgabe lösten sie mit Bravour! Alle Achtung!
Den Schlusspunkt setzte die Besichtigung des Grossmünsters und die ausführlichen Erklärungen zu den Zwingli-Bildern im südseitlichen Tor.

Getränke, Spiel, Spass und Eiscreme versüssten den schönen Tag.
Der Hirte begab sich danach per Klappvelo nach Hause zur Pflege seines schmerzenden Fusses und der erfahrene Hirtenhund trieb die Buben alleine nach Frick zurück. Der geplante Zug fiel aus, da die Lokomotive schlapp machte und mit 40 Minuten Verspätung erreichten dann doch noch alle den Heimathafen im Fricktal.

Danke Markus Karau für den illustren und interessanten Tag!

Manfred Baumann (als Hirtenhund)

Bereitgestellt: 03.10.2019     Besuche: 3 heute, 79 Monat 
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